Die historische Forschung zum Leben von Menschen afrikanischer Herkunft in Europa hat zugenommen, beleuchtet jedoch oft nur außergewöhnliche Individuen. Die lange, vielschichtige afrikanische Präsenz in Hamburg umfasste versklavte Menschen, Seeleute, Arbeiter:innen, Künstler:innen, Geschäftsleute, Diplomat:innen und Aktivist:innen. Die Referentin lädt dazu ein, diese Geschichte aus einer afro-kulturellen Perspektive zu betrachten und untersucht, wie Hamburger Afrikaner: innen Netzwerke, sichere Räume und Allianzen untereinander und mit anderen marginalisierten Gruppen schufen. Wie verbindet sich die Komplexität Schwarzen Lebens von damals mit unserer heutigen Situation? Leben wir die gerechte Zukunft, die sich die Schwarzen Hamburger:innen damals gewünscht und vorgestellt haben?
Maseho ist eine multimediale Künstlerin und Kuratorin, die sich selbst als afrokulturelle Aktivistin bezeichnet. Seit ca. 30 Jahren forscht sie unabhängig zu Schwarzer/afrikanischer Geschichte und Kultur, die sie dann malerisch oder poetisch verarbeitet. 2020 gründete sie die „Ukubona Black Creative Women Initiative“, die Ausstellungen und Events organisiert. Seit 2025 ist sie Vorstandsmitglied des 2024 gegründeten Vereins African Home.
